28.05.2026EACD 2026: Neue Erkenntnisse zum Bewegungstraining für Kinder mit CP
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Zwei Posterpräsentationen auf der EACD 2026 zeigen, wie Bewegungstraining in aufrechter Position mit dem Innowalk die Lebensqualität, Teilhabe und funktionellen Ergebnisse von Kindern mit Cerebralparese (CP) verbessern kann.
Auf der Konferenz der European Academy of Childhood Disability (EACD) 2026 in Galway, Irland, werden zwei bedeutende Posterpräsentationen die wachsende Bedeutung des Bewegungstraining in aufrechter Position in der pädiatrischen Neurorehabilitation für Kinder mit Cerebralparese (CP) hervorheben.
Die Poster werden von einer NHS-Klinikerin aus einer britischen Förderschule sowie einer pädiatrischen Therapeutin aus einer spezialisierten neurorehabilitativen Klinik in Spanien präsentiert. Im Fokus steht, wie die regelmässige Nutzung des Beweguungstrainings mit dem Innowalk positive Auswirkungen haben kann auf:
- Lebensqualität
- Funktionelle Mobilität
- Teilhabe
- Posturale Stabilität
- Erreichung der Therapieziele
- Darmfunktion
- Gelenkbeweglichkeit
bei Kindern mit mittelschwerer bis schwerer Cerebralparese.
Für Physiotherapeut:innen, die in der pädiatrischen Rehabilitation, Neurorehabilitation, Sonderpädagogik und postoperativen Versorgung arbeiten, unterstreichen diese Ergebnisse die Bedeutung aktiver und intensiver Bewegungsmöglichkeiten für nicht gehfähige und eingeschränkt gehfähige Kinder.
Bewegungstraining in aufrechter Position für Kinder mit Cerebralparese
Kinder mit schwerer Cerebralparese, insbesondere jene in den GMFCS-Stufen III–V, haben häufig nur begrenzte Möglichkeiten für aktive, belastende Bewegung.
Traditionelle Stehprogramme können die Positionierung und muskuloskelettale Gesundheit unterstützen. Dynamisches unterstütztes Stehen ergänzt dies jedoch um zusätzliche Elemente wie:
- Wiederholte Schrittbewegungen
- Aktive Belastung
- Aktivierung von Rumpf und Haltung
- Ganzkörpertraining
Diese Interventionen werden zunehmend als Teil der Behandlung von Kindern mit CP und komplexen motorischen Einschränkungen untersucht.
Auf der EACD 2026 leisten zwei Posterpräsentationen einen wichtigen Beitrag zur praxisnahen Evidenz in diesem wachsenden Bereich.

Poster 1: Feasibility and functional outcomes of dynamic standing therapy in paediatric cerebral palsy
Referentin: Ms Idoia Gandarias Mendieta
Organisation: Pitxuflitos Neurorehabilitation Clinic, Spanien
Abstract-Nummer: 327
Poster Screen 5: Donnerstag, 4. Juni, 12:00–13:00 Uhr
Idoia Gandarias Mendieta, Physiotherapeutin, Orthopädietechnikerin und Mitgründerin der Pitxuflitos Neurorehabilitation Clinic (Spanien), präsentiert praxisnahe klinische Anwendungen des Bewegungstrainings in aufrechter Postion in:
- neuropädiatrischer Rehabilitation
- sonderpädagogischen Schulen
- häuslichen Umgebungen
Das Poster untersucht funktionelle Ergebnisse bei Kindern und Jugendlichen mit Cerebralparese und anderen neurologischen Erkrankungen, einschliesslich Veränderungen in:
- Mobilität
- Haltungskontrolle
- Ausdauer
- Gangeffizienz
- Teilhabe
- Wahrgenommener Lebensqualität
Zu den klinischen Fallbeispielen zählen intensive Rehabilitationsprogramme, postoperative Rehabilitation sowie Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf.
Die Präsentation beleuchtet zudem die Machbarkeit der Integration von Bewegungstraining in den therapeutischen Alltag und enthält per QR-Code verlinkte Video-Fallstudien, die funktionelle Veränderungen in realen klinischen Situationen veranschaulichen.
Die Ergebnisse unterstützen die zunehmende Bedeutung aktiver und teilhabeorientierter Rehabilitationsansätze für Kinder mit komplexen motorischen Einschränkungen und unterstreichen zugleich die Notwendigkeit weiterer kontrollierter Studien zu Langzeitergebnissen und optimalen Interventionsprotokollen.

Poster 2: Implementing the results of research has changed pratice in a special-school. Utilising data from the heROIC study has improved activity levels and outcomes by using the Innowalk Pro regularly.
Referentin: Mrs Clare Grodon
Organisation: Whittington Health NHS Trust
Abstract-Nummer: 153
Poster Screen 3: 4. Juni, 17:10–18:10 Uhr
Clare Grodon, Leiterin der Physiotherapie an der Richard Cloudesley Special School in London, wird präsentieren, wie die Erkenntnisse der veröffentlichten heROIC-Studie die physiotherapeutische Praxis in einer spezialisierten Schulumgebung verändert haben.
Die heROIC-Studie untersuchte, ob der robotische Rehabilitationstrainer Innowalk Pro die Ergebnisse bei Kindern mit schwerer Cerebralparese verbessern kann.
Studienüberblick
An der Studie nahmen teil:
- 27 Kinder und Jugendliche
- Im Alter von 5–18 Jahren
- Mit diagnostizierter Cerebralparese
- GMFCS-Stufen IV und V
Die Teilnehmenden nutzten den Innowalk Pro:
- Viermal pro Woche
- Jeweils 30 Minuten
- Über einen Zeitraum von sechs Wochen
- Zusätzlich zur regulären schulbasierten Physiotherapie
Untersucht wurden:
- Lebensqualität mittels des CPCHILD-Fragebogens
- Funktionelle Ziele mittels Goal Attainment Scaling (GAS)
- Gelenkbeweglichkeit mittels Goniometrie
- Spastizität mittels Modified Tardieu Scale
Die Ergebnisse wurden gemessen:
- Vor der Intervention
- Direkt nach der Intervention
- Nach sechs Wochen Follow-up
- Nach drei Monaten Follow-up
Zentrale Ergebnisse der heROIC-Studie
Die Studie zeigte mehrere klinisch relevante Ergebnisse für Kinder mit CP:
Verbesserte Lebensqualität
- 36 % der Teilnehmenden zeigten Verbesserungen der Lebensqualität
- Die grössten Vorteile wurden bei Jugendlichen im Sekundarschulalter beobachtet
Verbesserungen bei der Zielerreichung
- 88 % verbesserten sich unmittelbar nach der Intervention im Goal Attainment Scaling (GAS)
- Einige Fortschritte gingen nach längeren Therapiepausen wieder teilweise verloren
Bedeutung des kontinuierlichen Zugangs
Nach 6–12 Wochen ohne Intervention:
- Verschlechterten sich 21 % der Kinder um zwei oder mehr GAS-Einheiten
Diese Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung eines regelmässigen Zugangs zu aktiven Bewegungsmöglichkeiten für Kinder mit schweren motorischen Einschränkungen.
Eine Zusammenfassung der Studie sowie den veröffentlichten Fachartikel können Sie hier lesen.
Wie Forschung die physiotherapeutische Praxis verändert hat
Ein besonders wichtiger Aspekt der Präsentation von Clare Grodon ist der Fokus auf die praktische Umsetzung.
Nach der Studie passte die Schule ihr physiotherapeutisches Versorgungskonzept an, um den Innowalk Pro strukturierter in den Schulalltag zu integrieren – mithilfe eines sogenannten:
„Block-on / Block-off“-Ansatzes
Dadurch erhalten die Kinder wiederholte Phasen intensiven Bewegungstrainings, während gleichzeitig schulische Teilhabe und Therapieplanung berücksichtigt werden.
Für pädiatrische Physiotherapeut:innen bietet diese Präsentation wertvolle Einblicke in:
- Die Übertragung von Forschung in die klinische Praxis
- Schulbasierte Rehabilitation
- Die Integration assistiver Rehabilitationstechnologie
- Die Unterstützung von Teilhabe und Wohlbefinden bei Kindern mit schwerer CP
Wachsende Evidenz für Bewegungstraining in aufrechter Position bei CP
Die auf der EACD 2026 präsentierte Forschung erweitert die zunehmende Evidenzbasis für Bewegungstherapie bei Kindern mit Cerebralparese.
Wichtig ist, dass beide Poster zeigen:
- Machbarkeit im klinischen Alltag
- Positive funktionelle Ergebnisse
- Vorteile sowohl im schulischen als auch im klinischen Umfeld
- Praktische Integration in physiotherapeutische Versorgungskonzepte
Die Ergebnisse unterstreichen ausserdem die Bedeutung von:
- Therapiedosis
- Kontinuität der Intervention
- Langfristigem Zugang zu Bewegungsmöglichkeiten
- Zielorientierter Rehabilitationsplanung
Weitere kontrollierte Studien sind weiterhin erforderlich, um Folgendes zu bestimmen:
- Optimale Therapiefrequenz
- Langfristige Stabilität der Ergebnisse
- Kosteneffektivität
- Best-Practice-Modelle für die Implementierung
Dennoch liefern diese Präsentationen ermutigende Erkenntnisse für Fachpersonen, die praxisnahe und evidenzbasierte Rehabilitationsansätze für Kinder mit schweren motorischen Einschränkungen suchen.
Besuchen Sie diese Poster auf der EACD 2026 in Galway
Physiotherapeut:innen, die an der EACD 2026 in Galway, Irland, teilnehmen, werden beide Poster als besonders relevant empfinden für:
- Behandlung von Cerebralparese
- Pädiatrische Physiotherapie
- Dynamische Stehtherapie
- Schulbasierte Rehabilitation
- Neurorehabilitative Versorgung
- Postoperative Mobilisation
- Assistive Rehabilitationstechnologie
Während sich das Fachgebiet zunehmend hin zu aktiveren und teilhabeorientierten Rehabilitationsmodellen entwickelt, bieten diese Präsentationen wertvolle klinische Einblicke darin, wie dynamische Stehinterventionen Kinder mit CP im Alltag unterstützen können.
Rikke Damkjær Moen bereichert das Made for Movement Team mit vielen Jahren Erfahrung als klinische Physiotherapeutin. Es ist ihre Mission, dafür zu sorgen, dass auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit erhalten, Freude und Gesundheit durch körperliche Aktivität zu erfahren. Als Medical Manager gibt Rikke Damkjær Moen ihr Wissen über die Lösungen von Made vor Movement gern weiter, damit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, ihre Familien und Behandler die Möglichkeiten kennenlernen.
