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30.01.2019 | Zuletzt aktualisiert: 23.10.2026Vom Hals abwärts gelähmt: So trainiert Samuel Koch täglich im Innowalk

Thomas Schwarze - Physiotherapeut

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Vom Hals abwärts gelähmt: So trainiert Samuel Koch täglich im Innowalk
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Samuel Koch ist ein 31-jähriger Schauspieler. Seit einem Unfall in der Fernsehshow „Wetten, dass..?“ im Jahr 2010 hat er eine Querschnittlähmung mit Tetraplegie – er ist vom Hals abwärts gelähmt und braucht praktisch für alles Unterstützung. Trotzdem ist er äußerst aktiv und trainiert jeden Tag intensiv im Innowalk, einem dynamischen Bewegungstrainer .

Kurz zusammengefasst:

  • Samuel Koch verunglückte 2010 live bei „Wetten, dass..?“ und ist seitdem querschnittsgelähmt (Tetraplegie).
  • Er suchte jahrelang nach einem Training, das sein Herz-Kreislauf-System wirklich fordert.
  • Im Innowalk trainiert er täglich zwei bis sechs Stunden – im Stehen, mit Gewichtsbelastung und in Bewegung.
  • Der Innowalk ist so kompakt, dass er ihn zuhause nutzen kann – sogar als „Büro“ zum Schreiben.

Der Unfall bei „Wetten, dass..?“

Samuel war Kandidat bei „Wetten, dass..?“ und zeigte dort den wahrscheinlich riskantesten Stunt, der in der Show jemals aufgeführt wurde. Die deutsche Fernsehsendung gehörte zu den beliebtesten in Europa.

„Ich hatte diesen Sprung so oft gemacht, dass ich ihn im Schlaf konnte“, schreibt Koch in seiner Biografie „Zwei Leben“. Doch dann wurden Millionen von Zuschauern Zeuge, wie der Stunt furchtbar missglückte. Mit „Känguru-Sprungstiefeln“ sprang er über die ersten drei Autos, wurde jedoch vom vierten erfasst und stürzte. Der Sturz verursachte eine hohe Rückenmarksverletzung im Bereich der Halswirbelsäule – mit der Folge einer Tetraplegie.

Leben mit Tetraplegie: aktiv als Schauspieler und Autor

Trotz des Unfalls, der sein Leben veränderte, hat Samuel seinen Sinn für Humor wiedergefunden und sieht das Leben in einem positiven Licht. Er nahm sein Schauspielstudium wieder auf und spielt in Theaterproduktionen, Fernsehserien und Filmen mit.

Bei der Arbeit muss er fit sein, und als ehemaliger Sportler hat Samuel schon viele Therapien und Trainingsgeräte bei Querschnittlähmung ausprobiert, um für sich das richtige Training zu finden.

„Ich habe seit vielen Jahren, eigentlich sechs, sieben Jahren nach etwas gesucht, das richtig anstrengend ist, in dem Sinne, dass es mein Herz-Kreislauf-System aktiviert oder mich außer Atem bringt“, sagt Samuel.

„Ich kenne kein anderes Gerät, mit dem ich so intensiv trainieren kann. Ich bin richtig außer Puste. Was für ein Gefühl!“
– Samuel Koch, Schauspieler

Im Video zeigt Samuel Koch, der seit einer Querschnittlähmung tetraplegisch ist, wie er im Innowalk trainiert, und erklärt, warum ihm die Bewegung in aufrechter Haltung mit Gewichtsbelastung so viel bedeutet.

Warum Bewegung bei Querschnittlähmung so wichtig ist

Nach einer Querschnittlähmung verbringen viele Menschen den Großteil des Tages sitzend im Rollstuhl. Langes Sitzen und wenig Bewegung werden mit einer Reihe von Folgeproblemen in Verbindung gebracht, zum Beispiel einer geringeren Herz-Kreislauf-Fitness, abnehmender Knochendichte, zunehmender Spastik, schlechter Durchblutung und Verdauungsproblemen.

Für Menschen mit Tetraplegie ist es besonders schwierig, eine passende Trainingsform zu finden, weil auch Arme und Hände betroffen sind. Regelmäßige körperliche Aktivität – individuell angepasst und gemeinsam mit Physiotherapeut*innen geplant – ist ein wichtiger Teil der Reha bei Querschnittlähmung und hilft, langfristig gesund zu bleiben.

Mehr erfahren: Aktive Bewegung oder passive Mobilisation bei Querschnittlähmung?

Der Innowalk: Training im Stehen und in Bewegung

In einer Kölner Reha-Klinik zeigte man Samuel den Innowalk Pro. Er und seine Familie waren vor allem beeindruckt von der Einfachheit des flexiblen und hocheffizienten Geräts. Zusammen mit seinen Betreuern trainiert Samuel jetzt täglich im Innowalk, und er kann wirklich fühlen, welchen Effekt die Bewegung in aufrechter Haltung hat.

„Der Innowalk bewegt mich dreidimensional in allen Extremitäten und nimmt scheinbar auch so den Kreislauf in Anspruch, dass ich außer Atem komme. Außerdem bringt es den vollen Druck des Gewichts auf die Knochen und die Fußgelenke, Kniegelenke, Hüftgelenke. Ich fühle mich danach immer supervital. Ein weiterer Vorteil ist, dass es im Vergleich zu vielen anderen Gehtrainern superkompakt ist, also ideal für den Heimgebrauch“, fährt Samuel fort.

„Es ist quasi mein Büro, in dem ich große Teile meines neuen Buches geschrieben habe.“
– Samuel Koch

„Jetzt vereine ich drei, vier Trainingsgeräte in einem, und ich fühle mich super dabei, den Innowalk täglich zwei bis sechs Stunden zu nutzen und dabei noch andere Dinge zu tun. Es ist quasi mein Büro, in dem ich große Teile meines neuen Buches geschrieben habe. Ich konnte früher schon besser denken, wenn ich in Bewegung war, das hat sich nicht geändert. Also ich habe genau das gefunden, was ich brauche“, sagt Samuel mit einem Lächeln.

Mehr erfahren: Innowalk Erfahrungsbericht: Moritz mit Querschnittlähmung testet den Bewegungstrainer

Vorteile von dynamischem Stehen und Gewichtsbelastung

Ein klassischer Stehtrainer hält den Körper statisch in aufrechter Position. Der Innowalk ist ein dynamischer Bewegungstrainer: Er unterstützt den Nutzer in einer aufrechten Position mit Gewichtsbelastung und führt die Beine gleichzeitig in wiederholten, gangähnlichen Bewegungen. So werden die Vorteile des Stehens mit aktiv-assistierter Bewegung kombiniert.

Für Menschen mit Querschnittlähmung werden unter anderem folgende Vorteile von Stehen und Bewegung beschrieben:

  • Gewichtsbelastung auf Hüften, Knie und Fußgelenke – wichtig für die Knochengesundheit
  • Bewegung der Gelenke, die helfen kann, die Beweglichkeit zu erhalten
  • Aktivierung von Herz, Lunge und Kreislauf
  • Eine Pause vom Sitzen und ein Perspektivwechsel
  • Mehr Energie und Wohlbefinden – Samuel beschreibt sich danach als „supervital“

Weil der Innowalk kompakt ist, kann er zuhause genutzt werden. Das macht regelmäßiges Training leichter.

Mehr erfahren: Mit 39 Jahren wurde Wenche in ihrem Körper eingeschlossen – dies ist die Geschichte von ihrem Weg in ein besseres Leben

FAQ: Training und Stehen bei Tetraplegie

Kann man mit Tetraplegie trainieren?

Ja. Auch bei eingeschränkter oder fehlender willkürlicher Bewegung in Armen und Beinen können Menschen mit Tetraplegie mit unterstützenden, angepassten Geräten trainieren – zum Beispiel mit dynamischen Stehtrainern, FES-Radfahren oder passiven und aktiv-assistierten Bewegungstrainern. Die passende Trainingsform sollte gemeinsam mit Physiotherapeut*innen geplant werden.

Was bringt ein Stehtrainer für Erwachsene?

Ein Stehtrainer ermöglicht Erwachsenen, die nicht selbstständig stehen können, eine aufrechte Position mit Gewichtsbelastung. Ein dynamischer Bewegungstrainer wie der Innowalk ergänzt das Stehen um Bewegung. Das kann das Herz-Kreislauf-System anregen, die Beweglichkeit der Gelenke unterstützen und für eine willkommene Pause vom Sitzen sorgen.

Wie lange sollte man täglich im Stehtrainer stehen?

Das ist individuell verschieden und sollte mit Physiotherapeut:innen abgestimmt werden. Samuel Koch nutzt den Innowalk zwei bis sechs Stunden am Tag – oft, während er gleichzeitig andere Dinge erledigt.

Kann man einen dynamischer Bewegungstrainer zuhause nutzen?

Ja. Der Innowalk ist kompakt genug für den Heimgebrauch. So lässt sich das tägliche Training leichter in den Alltag integrieren – so wie bei Samuel.

Samuel Kochs Buch

Buchcover „StehaufMensch! Was macht uns stark?“ von Samuel Koch

Große Teile dieses Buches hat Samuel im Innowalk geschrieben. Buch bestellen: StehaufMensch! Was macht uns stark? Kein Resilienz-Ratgeber.

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Thomas Schwarze - Physiotherapeut
Thomas Schwarze - Physiotherapeut

Thomas Schwarze ist Physiotherapeut und sammelte wertvolle Erfahrung in verschiedenen Praxen und Kliniken, bevor er zu Made for Movement kam. Seit fast zwei Jahrzehnten ist er nun im Unternehmen tätig, zunächst als Produktspezialist und Berater im Außendienst. Als Presales Manager arbeitet er mittlerweile eng mit dem Marketingteam und der Vertriebsleitung zusammen. In diesem Zusammenhang ist er stets auf der Suche nach neuen Erkenntnissen und Geschichten aus den Bereichen Hilfsmittelversorgung, Therapie und Rehabilitation.